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Betriebsklima „macht“ sich nicht allein! Ein schlechtes Betriebsklima belastet nicht nur die Beschäftigten, sondern das gesamte Unternehmen und schlägt sich negativ auf die Produktivität und Konkurrenzfähigkeit nieder. Mangelnde Kommunikation, steigende Fehlzeiten, „innere Kündigung“ und schwelende Konflikte sind einige der möglichen Folgen. Produktivität und Effizienz stehen in engem Zusammenhang mit dem Betriebsklima.
Auch die Globalisierung der Märkte, wirtschaftliche und soziale Krisenerscheinungen wirken auf den Betrieb und das Betriebsklima zurück. Damit nehmen auch die Stressbelastungen durch Angst vor dem Arbeitsplatzverlust zu und führen vielfach zum Verlust der Solidarität in der Belegschaft. Arbeitsbedingter Stress ist ein idealer Nährboden für Konflikte und mangelnden Respekt.
Respekt, da sind sich die Arbeitswissenschaftler einig, gehört seit jeher zu den wichtigsten Tugenden der Menschen im Umgang miteinander. Das gilt auch für das Arbeits- und Wirtschaftsleben. Sie ist wie ein Regulator für das stets schwierige Verhältnis von Nähe und Distanz. Auch wenn Respekt häufig gleichbedeutend mit Höflichkeit und guten Manieren verwendet wird, meint der Begriff doch weitaus mehr: Es ist eine innere Haltung, die Achtung gegenüber einer anderen Person ausdrückt. Respekt ist dabei im fortschreitenden Globalisierungsprozess unerlässlich: „Respekt hat ganz viel damit zu tun, mit Freiheit und mit Vielfalt umgehen zu können.“
Neben einer fundierten inhaltlichen Klärung der Begriffe Betriebsklima und Respekt erfahren Sie in dem Seminar, mit welchen Methoden das Betriebsklima überhaupt gemessen und festgestellt werden kann. (Gerade Mitarbeiterbefragungen können für viel Zündstoff in der Belegschaft sorgen.) Darüber hinaus erhalten Sie einen Überblick über die wichtigsten Einflussfaktoren auf ein gutes Betriebsklima sowie über die notwendigen Voraussetzungen für den gegenseitigen Respekt auf allen zwischenmenschlichen Ebenen im Betrieb, in den Führungsetagen, den einzelnen Abteilungen oder der Gesamtbelegschaft.
Einen Schwerpunkt der Seminararbeit bildet die Frage, wie das Betriebsklima (und damit respektförderndes Verhalten) im Einzelnen konkret verbessert werden kann und welche Mittel hier den Betriebsparteien zur Verfügung stehen. Neben der Geschäftsführung stehen insbesondere auch der Personal- oder Betriebsrat in der Verantwortung. Sie müssen in der betrieblichen Praxis zusammen mit dem Arbeitgeber darauf achten, Konfliktpotenziale und Störfälle frühzeitig zu erkennen und zu lösen. Mit dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz ist diese Aufgabe verschärft worden: Jede Beschwerde muss inhaltlich geprüft und sorgfältig dokumentiert werden (§ 13 AGG).
Jeder Teilnehmer dieses Seminars wird auch mit den grundlegenden Techniken einer professionellen Konfliktbewältigung und Trennungskultur vertraut gemacht. Auch dadurch kann die Arbeitszufriedenheit insgesamt steigen und das Betriebsklima verbessert werden.
Schließlich erarbeiten die Referenten mit Ihnen gemeinsam Eckpunkte und Maßnahmen einer Betriebsvereinbarung, die das Betriebklima und den gegenseitigen Respekt fördern sollen.
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